Editorial von Siems Luckwaldt zu Enough 1/2016: Love

„Deine Aufgabe ist nicht die Suche nach Liebe, sondern nach den Mauern in dir, die du gegen die Liebe aufgetürmt hast.“ Diesen Rat notierte sich und uns der persische Mystiker und Dichter Rumi so irgendwann Mitte des 13. Jahrhunderts. Fast 800 Sommer später haben seine Worte nichts von ihrer Gültigkeit – ach was: Dringlichkeit – eingebüßt.

Verfolgt man die Top Fünf der täglichen Nachrichten aus aller Welt, scheint es höchste Zeit für ein Revival von Rumis einfacher Botschaft, aufgeschrieben in einem Afghanistan vor unserer Zeit. Stattdessen ist es chic, Gräben auszuheben, Zäune zu ziehen, sich verbal wie gewaltsam größtmögliche Distanz zu erkämpfen, Schaden zuzufügen, blind vor Angst und Hass dem Abgrund entgegenzutaumeln.

Genügend Gründe für Enough, eine ganze Ausgabe dem einzigen, dauerhaft wirksamen Mittel gegen Krieg, Terror und von Menschenhand verursachte Katastrophen zu widmen: der Liebe. In allen ihren Facetten.

Treffen Sie beispielsweise Country-Star Billy Gilman, der nach einem mutigen Coming-out sein Leben und die Musik neu entdeckt. Erfahren Sie, wie das Biosaft-Unternehmen Voelkel aus Nächstenliebe jungen Flüchtlingen eine berufliche Perspektive bietet. Lesen Sie in einem Auszug aus Christa Ritters bewegendem Buch „Styx“, wie sie und der „Harem“ um 68er-Ikone Rainer Langhans eine schwerkranke Freundin auf ihrer (letzten?) Indienreise begleiteten. Schließlich: Die Geschichte von Jonathan Clark, der 2003 zusehen musste, wie seine Frau mit der Raumfähre Columbia abstürzte. Verlust, die Kehrseite der Liebe. Das und viele weitere Menschen und Storys warten auf Sie in Enough Ausgabe 1/2016 mit dem Titelthema „Liebe“ – gleich hier im Shop downloaden.

Ein echter Gewinn für uns alle sind dagegen Sie, unsere Leser und Fans! Darum möchte ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie neugierig sind auf Enough und unser Herzensprojekt unterstützen. Bleiben Sie uns weiterhin treu, begleiten Sie uns auf dem Weg eines anderen Magazins und erzählen Sie vielen lieben Menschen von Enough.

Lesen ist Veränderung, meint Ihr Siems Luckwaldt