St. Patrick, who? 10 Fakten über den irischen Heiligen

Es grünt so grün. Nach Halloween hat sich mittlerweile auch der irisch-anglo-amerikanische St. Patrick’s Day am 17. März in Deutschland als inoffizieller „Feiertag“ etabliert. Die größte Festparade findet seit 1996 in München mit bis zu 3000 Teilnehmer statt. Doch trotz wachsender Beliebtheit, wissen die wenigsten „St. Paddy“-Fans mit dessen Namensgeber, dem Heiligen Patrick, etwas anzufangen. Wir schaffen Abhilfe. Hier kommen 10 Fakten mit denen ihr ordentlich Eindruck schinden könnt:

1. Der Heilige Patrick ist der Patron Irlands, obwohl er um 385 n. Chr. in Schottland oder Wales geboren wurde. Um den genauen Ort streiten sich die Historiker. Zudem gilt er als „Schutzheiliger der Bergleute, Schmiede, Friseure und Böttcher; des Viehs; gegen Ungeziefer, Viehkrankheiten, Anfeindungen des Bösen und für die armen Seelen“.

2. Eigentlich hieß er nicht Patrick, sondern Patricius, denn er war Sohn eines römischen Offiziers namens Caponius, der in der Provinz Britannia stationiert war. Aus ihrer Heimat Rom brauchte die Familie den christlichen Glauben mit.

3. Mit 14 Jahren wurde der Heilige Patrick als Leibeigener nach Irland verschleppt, wo er sechs Jahre lang als Schafshirte schufften musste.

4. Nach seiner Flucht verließ er das Land und verbrachte einige Jahre in einem Kloster, wahrscheinlich in Gallien. In seinen 30ern kehrte Patrick als Bischof und Missionar nach Irland zurück, um die keltischen Heiden zum Christentum zu bekehren.

5. Der Legende nach soll er ein dreiblättriges Kleeblatt benutzt haben, um den Iren die Dreifaltigkeit (Vater, Sohn, Heiliger Geist) zu erklären. Heute ist das Kleeblatt DAS Symbol des St. Patrick’s Day.

6. Dem Heiligen Patrick wird auch so manches Wunder nachgesagt. Angeblich soll er mit seinem Bischofstab die Schlangen aus Irland vertrieben haben. Forscher sagen allerdings, dass nach der letzten Eiszeit gar keine Schlangen mehr auf der Insel beheimatet waren. Wahrscheinlich waren mit Schlangen, die „ungläubigen Heiden“ gemeint.

7. Die Farbe Grün ist zwar die ikonische Farbe des St. Patrick’s Day, in frühen Darstellungen wird der Heilige Patrick allerdings immer in einem blauen Gewand dargestellt.

8. Zwei überlieferte Schriften werden dem Heiligen Patrick zugeschrieben: Die „Confessio“ und der „Brief an die Soldaten von Coroticus“ (Latein: „Epistola“).

9. Der irische Historiker Thomas Francis O’Rahilly vertritt die sogenannte „Zwei-Patricks-Theorie“, nach der vergangene Geschichtsschreiber Patrick hin und wieder mit einem anderen irischen Kirchenleher namens Palladius verwechselten.

10. Bis zu seinem Todestag (wahrscheinlich 17. März 461) soll er Tausende Iren zum Christentum bekehrt haben. Der 17. März wurde zum Nationalfeiertag Irlands und zum kirchlichen Gedenktag.

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Gebet des Heiligen Patrick

In der Kraft, die Gott mir gibt, stehe ich heute auf.
Weil sein Schutz mir sicher ist, steh ich heute auf.
Weil mich seine Weisheit leitet, weil mich sein Rat begleitet,
weil er mir zuhört, steh ich heute auf.

Weil sein starker Arm mich birgt, mir sein Zuspruch immer gilt,
trennt mich nichts auf dieser Welt von ihm, der mein Leben hält.
Denn mein Gott wird vor mir hergehn und er wird mir nachgehn.
In allem kann ich sein Wirken sehn.

Weil sein Wort mein Ohr erreicht, steh ich heute auf,
seine Hand mich fest umschließt, steh ich heute auf.
Weil mein Gott heut vor mir hergeht, weil er für mich einsteht
und weil sein Sohn mich rettet, steh ich heute auf.

(Kurzfassung nach Danny Plett)

Foto: Andreas F. Borchert