James Rebanks macht Lust aufs Schäfer-Leben

Der Brite James Rebanks studierte Geschichte in Oxford, nur um dann Schäfer im englischen Hochland zu werden, der Lake-District-Region. So wie schon sein Vater und Großvater. Weit entfernt von Nine-to-five-Jobs in tristen Büros, widmet sich Rebanks Tag für Tag einer harten Arbeit, die sich seit Jahrhunderten nicht wirklich verändert hat, und über deren Gelingen einzig der Rhythmus der Jahreszeiten bestimmt. Doch da sich die Welt um ihn herum eben doch gewandelt hat, meldete sich Rebanks 2012 bei Twitter an. Rasch hatte er 40 000 Follower, die seine Worte wie die Nachrichten eines Außerirdischen lasen. Das Treiben der Herde im Sommer, die Strapazen eines langen Winters, dazu Bilder vom Scheren, von Lämmergeburten … Aus James Rebanks Tweets wurde das wunderbare Buch „Mein Leben als Schäfer“ (in Deutschland erschienen bei C. Bertelsmann) – ein Überraschungserfolg, der wiederum zu Interviews auf der ganzen Welt führte. Wer ihn hört, kann nicht genug kriegen von seiner Begeisterung für die Herdwick-Schafe, den kauzigen Charakteren aus seiner Umgebung, der karg-schönen Landschaft. Rebanks größte Hoffnung: Wenigstens eines seiner drei Kinder würde eines Tages in seine Fußstapfen treten.

Fotos: Eamonn McCabe; C. Bertelsmann

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