Black Mambas: Mit den Waffen einer Frau

Wenn Wilderer im Kruger Nationalpark aus Profitgier artgeschützte Tiere schießen, ihnen das Fell abziehen und Geweihe oder Hörner ausreißen, dann heften sich die „Black Mambas“ an ihre Fersen. Der Journalist Matteo Fagotto begleitete die außergewöhnliche Spezialeinheit, die für die Natur des umkämpften Reservats die letzte Rettung ist

Fotos: Matilde Gattoni

„Es geschah im letzten November. Ganz früh am Morgen, der Himmel war ziemlich bewölkt. Ich fuhr mit einem anderen Ranger Patrouille. Was wir nicht wussten: Am Abend zuvor waren Wilderer in den Park eingedrungen.“ Wie sie da auf einem klapprigen Holzstuhl in dem verlassenen ehemaligen Flugzeughangar sitzt, der den neuen weiblichen Rekruten der Einheit als Trainingshalle dient, spürt man, dass Belinda Mzimba sich noch ganz genau an diesen Tag erinnert. Mit jeder Faser ihres Körpers. An diese Mischung aus Schreckstarre und Adrenalinrausch, als sie ihre erste Verhaftung durchführte.

Die Kollegin, mit der die erst 22-Jährige damals unterwegs war, gehörte wie Mzimba zu den Black Mamba, einer unbewaffneten, ausschließlich mit Frauen besetzten Einheit, die seit 2013 mit der Bewachung des 400 Quadratkilometer großen Balule-Reservats im berühmten Kruger Nationalpark beauftragt ist.

„Plötzlich roch ich intensiven Zigarettenqualm und den Rauch von Feuerholz. Kein Zweifel, wir näherten uns Wilderern“, erzählt sie weiter. Sie folgten ihrer Fährte bis zu einer Lichtung, auf der zwei Männer, 21 und 57 Jahre alt, gerade dabei waren, sich etwas zu kochen. „Der Jüngere leistete keinen Widerstand, doch der ältere der beiden ergriff plötzlich eine MAchete und rannte direkt auf mich zu“, erinnert sich Belinda Mzimba. In letzter Sekunde nebelte sie ihn mit einer Dose Pfefferspray ein. „Er ging vor Schmerzen zu Boden und wir konnten auch ihn in Handschellen legen und festnehmen.“ Ihre Augen blitzen vor Stolz. „Ich hatte solche Angst, nie zuvor war ich in einer solchen Situation.“

Die Männer, die Mzimba und ihre Einsatzpartnerin in Gewahrsam nahmen gehörten zu den ungefähr 6000 Wilderern, die im Kruger Nationalpark ihr Unwesen treiben – von Buschfleisch-Jägern bis zu Großwild-Syndikaten, die es auf Nashörner abgesehen haben. Die Black Mambas zu gründen und gegen Südafrikas gefährlichste Tiermörder ins Feld zu schicken, war vor drei Jahren die Idee des Wildaufsehers vom Balule-Reservat, Craig Spencer. Die Mission ist dabei nicht eine Auseinandersetzung mit Schusswaffen sondern Präsenz, Abschreckung, Prävention.

Die Idee zur Gründung der Black Mambas hatte Craig Spencer, Wildhüter von Balule. Seit 2013 nun kämpfen sie an vorderster Front gegen Südafrikas berüchtigtste Wild-Killer. Mit den Waffen einer Frau – Intuition und überzeugenden Argumenten – statt mit roher Gewalt und Kugelhagel. Die Black Mambas arbeiten präventiv und fungieren als Frühwarn-Team, in dem sie am Westzaun des Kruger Nationalparks Tag und Nacht patrouillieren. Jeder Versuch, den Zaun zu durchbrechen, wird gemeldet, jeder Spur eines Wilderers nachgegangen, dazu das Buschdickicht regelmäßig nach heimtückischen Drahtfallen durchsucht. „Am Anfang war es extrem hart“, erzählt die 22-jährige Nocry Mzimba, die erste Mamba, die rekrutiert wurde. „Wir waren nur zu sechst und mussten ganz Balule im Blick behalten. Doch wir hatten schon damals keine Wahl: Die Tiere sind dringend auf unseren Schutz angewiesen!“

Drei Jahre später kann man die Erfolge der Initiative nur mit einem Wort beschreiben: erstaunlich. 26 weibliche Ranger gehören aktuell zu den Black Mambas, die Aktivitäten von Wilderern im Gebiet von Balule konnten um 76 Prozent eingedämmt, 12 Camps sowie drei “Küchen”, wo bedrohte Arten zu bush meat geschlachtet werden wurden zerstört. Diese Zahlen sind umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass bis auf die Gehälter der Ranger alle Einsätze und Ausrüstung durch Spenden finanziert werden muss.

„Von ihren ersten Einsätzen kamen die Frauen noch mit 20 oder 30 Drahtfallen aus dem Busch zurück“, sagt der 26-jährige William Hodgson, Manager der Mambas-Einheit. „Jetzt finden sie kaum noch eine. Sie sind unsere visuelle Polizei, die zuerst bemerkt, wenn was nicht stimmt, und die bewaffneten Parkwächter zur Hilfe ruft, wenn es zu brenzlig wird.“

Wenn früh am Morgen das Reservat zum Leben erwacht, die Vögel zwitschern, gurren und schreien und die Wildkatzen sich auf die Suche nach Beute machen, startet die erste Einheit der Black Mambas mit ihrer ersten Routine-Patrouille. Sechzehn Kilometer zu Fuß, auf denen die Frauen den Außenzahn entlang gehen, neue Beobachtungsposten errichten und auf Nachtstreife mit ihren Handscheinwerfern in den Urwald leuchten. Präsenz zeigen, dass ist ihre Stärke. Und einzige Chance, Wilderer aus Balule zu verjagen.

Dass die Mambas heute ein so gut funktionierender Abschreckungs-Apparat sind, das haben die heutigen Ranger ihren Vorgängerinnen zu verdanken, die mit ihrer Pionierleistung den Weg zum Erfolg freimachten. „Unser Training war unglaublich hart“, erinnert sich die 33-jährige Siphiwe Sithole, eine große athletische Frau, die seit der ersten Stunde dabei ist. „Wir mussten 16 Stunden am Tag im Busch verbringen, unsere eigenen Hütten bauen, aus dem Holz, das wir im Wald fanden. Weder Baden war erlaubt, noch das Ausziehen unserer schweren Stiefel.“ Siphiwe, die ihre Kameradinnen respektvoll „Sergeant“ nennen, verkörpert perfekt, was die Mambas mit ihrer Opferbereitschaft und ihrem kompromisslosen Einsatz bis heute erreicht haben. Ihre Führungsqualitäten, ihre Entschlossenheit und ihr Charisma verdankt sie ihrem eigenen Leben als alleinerziehende Mutter zweier Kinder. Wie der Job als Ranger alles andere als ein Safari-Picknick. „Man braucht Geduld und Mut. Wer bloß Geld verdienen will und nicht mit ganzem Herzen dabei ist, dem wird es nicht gelingen, unsere Nashörner zu beschützen“, betont Siphiwe.

Dabei ist das nötiger denn je. Noch immer ist das Elfenbein der Nashörner in Asien als traditionelles Heilmittel begehrt und wird mit bis zu 60.000 US-Dollar pro Kilogramm gehandelt. Aus dieser Nachfrage ist in den letzten zehn Jahren ein brutaler Wilderer-Boom entstanden. Allein in Südafrika, wo rund 80 Prozent aller verbliebenen Nashörner unseres Planeten leben, wurden 2014 1175 Tiere getötet. 2007 waren es „nur“ 13! Jede der fünf letzten Nashorn-Arten ist als „gefährdet“ eingestuft, drei von ihnen stehen kurz vor der Ausrottung. Um nicht länger den hoffnungslosen Versuchen lokaler Behörden zuzusehen, die illegalen Aktivitäten der Wilderer und Schmuggler einzudämmen, wagte Wildhüter Craig Spencer seinen Plan B wie Black Mambas. Das Ziel: Die Kriminellen auf ihrem eigenen Terrain zu schlagen, dem Busch.

Die meisten Mambas sind in ihren 20ern oder frühen 30ern, wenn sie rekrutiert werden. Oft aus den gleichen armen Gemeinden, aus denen auch die Wilderer stammen. Dadurch verstehen sie ihre Widersacher wie kaum jemand sonst und versuchen zudem ihre eigenen Familien, Freunde und Nachbarn für den Naturschutz zu sensibilisieren. Nicht zuletzt, in dem sie ihre eigenen Kinder bewusster erziehen. „Wir suchen Frauen, die ein natürliches Verständnis für die Umwelt haben, so dass sie auch fern des Reservates, etwa nach Feierabend, ihr Wissen weitergeben können und wollen“, erklärt William Hodgson. „Wilderei muss neben dem Schutz vor Ort durch Bildung und Mentalitätswandel angegangen werden. Dies ist keine Schlacht, die wir mit Kugeln gewinnen können.“ Dank ihrer Aufmerksamkeit auch für kleinste Details sind weibliche Ranger effektiver als Männer beim Aufdecken von verdächtigen Spuren oder gegrabenen Verstecken – und weniger korrumbierbar. Hodgson: „Frauen sind einfach weniger beeinflussbar und deutlich vertrauenswürdiger als Männer. Nashorn-Wilderei ist leider oft ein inside job, in den Ranger verwickelt sind. Dennoch versuchen wir, im Team eine positive Atmosphäre aufrecht zu erhalten und uns mit Respekt zu begegnen.“

Die Beziehung zwischen den Naturreservaten und den mittellosen Dörfern ist seit langem reichlich schwierig. Da Erstere nur eine kleine Anzahl von Menschen beschäftigen kann, fällt es der Bevölkerung nicht leicht, zu verstehen, welche Vorteile ihnen diese Schutzzonen für Tiere und Vegetation bringen. Die Mehrheit sieht in ihnen lediglich abgezäuntes Niemandsland für reiche Touristen. Während die Übernachtung in einer der Lodges innerhalb des Kruger Nationalparks schnell Hunderte von Dollar pro Nacht kosten können, erreicht die Arbeitslosenquote in den umliegenden Gemeinden bis zu 47 Prozent, knapp 80 Prozent der Menschen lebt unterhalb der Armutsgrenze. Der Lebensstandard ist so dramatisch niedrig, dass Wilderer nur allzu bereit sind, ihr Leben zu riskieren, um wenigstens durch in Fallen gefangene Wildtiere oder verkauftes Elfenbein etwas Geld nach Hause zu bringen. In den vergangenen fünf Jahren wurden 500 von ihnen im zu Mosambik gehörenden Teil des Kruger getötet. „Die meisten von ihnen wildern, weil es hier keine anderen, legalen Arbeitsplätze gibt“, weiß auch die 26-jährige Nomuntu Mokgakane, eine Black Mamba aus der Stadt Acornhoek. „Deswegen gelang es bisher auch nicht, die Wilderei endgültig zu besiegen. Trotz all der bewaffneten Ranger im Park.“

Im Gegenteil, William Hodgson glaubt, dass die „Shoot-to-Kill“-Politik die Lage bloß verschlimmert hat, weil sie Familien ihren einzigen Ernährer nahm und so weiter ins Elend abrutschen ließ. Ihre Verbitterung gegenüber den Reservaten wuchs. „Niemand hat aus diesen Fehlern gelernt,“ erklärt er. „Das Großartige am ‚Black Mambas’-Programm ist, dass andere Strategien einsetzt und neue Wege geht. Ohne weiteres Töten.“ Die Einheimischen wieder stolz auf die einzigartige Natur um sie herum zu machen und ihnen deren immensen ideellen und finanziellen Wert zu verdeutlichen, ist ein zäher, langwieriger Prozess. Doch die Mambas sind zuversichtlich und überzeugt, dass es keinen anderen Weg geht, die Wilderei an der Wurzel zu packen.

In dem Bewusstsein, dass der Kampf letztlich bei den jungen Generationen gewonnen oder verloren wird, haben die Black Mambas ein Bildungsprogramm begonnen, an dem 820 Schüler aus der Region teilnehmen und die 23-jährige Lewyn Maefala an der Spitze steht. Einmal pro Woche besucht diese extravagante und energiegeladene Mamba aus Pretoria zehn Schulen in den am meisten benachteiligten Gemeinden der Gegend, um Kindern beizubringen, wie wichtig der Umweltschutz für ihre Zukunft ist. „Wir lehren sie die Beziehung zwischen den Arten und wie wichtig es ist, Erde und Wasser sauber zu halten. Außerdem organisieren wir Ausflüge und Säuberungsaktionen“, erklärt Maefala. „Unsere Botschaft ist, dass, alle Tiere verschwinden werden, wenn wir uns nicht um ihren Schutz kümmern.“ Das Programm „Bush Babies“, wie die Initiative genannt wird, macht auch auf die Gefahren der Wilderei nicht nur für die Umwelt, sondern auch für ihre Familien aufmerksam, falls ein Jäger von seiner Beute oder Parkaufsehern getötet werden sollte. „Auf die Frage, ob sie einen Wilderer kennen, antworten 80 Prozent der Schüler ‚Ja‘ antworten, denn die meisten haben einen in der Familie“, fährt Maefala fort. „Dieses Programm ist eine langfristige Investition, aber die wird sich definitiv auszahlen.“

Diese Aufklärungsarbeit, jedoch, ist keineswegs ein leichter Job. Wilderei ist so profitabel, dass die Versuchung, sich an den Mambas oder ihren Verwandten zu rächen, nicht unterschätzt werden darf. „Obwohl bisher noch nichts passiert ist, sind uns der Gefahr durchaus bewusst“, erklärt William Hodgson. „Das macht die Entscheidung, sich uns anzuschließen, so folgenschwer für die Mädchen, denn die Feindseligkeit der Wilderer und ihrer Familien ist erschreckend.“ Die Black Mambas sind von allen Rangergruppen besonders verletzlich. Die meisten sind junge Mütter, die ihre Kinder während der dreiwöchigen Schichtdienste innerhalb des Reservates deren Großeltern überlassen müssen.

Ein Umstand, der nicht nur aufgrund der angespannten Sicherheitslage emotional extrem belastend ist. Das bestätigt auch die zweifache Mutter Carol Khosa: „Von außen betrachtet haben wir einen wichtigen, coolen Job, doch in Wirklichkeit ist er ziemlich hart. Vor allem durch die lange Zeit, die wir unsere Kinder nicht sehen.“ Kein Beruf für eine lange Karriere, allein schon wegen der körperlichen Strapazen. Deshalb erwerben die Mambas in Kursen an Wildtierschulen weitere Fähigkeiten, die ihnen später bei der Suche nach anderen Beschäftigungsmöglichkeiten helfen sollen. Eine nicht ganz uneigennützige Maßnahme der Initiatoren, denn nur eine erfolgreiche ehemalige Mamba erhält von ihrer Familie und ihrer Gemeinde den Respekt, den das gesamte Programm aufbauen will.

Derzeit trainieren zehn weitere Mambas; bald werden sie in einem anderen Reservat zum Einsatz kommen. Während die aufgehende Sonne ihre Strahlen durch das Dickicht des Waldes schickt und Giraffen und Sonnenaufgang den Wald erleuchtet und Gnus und Giraffen zum Grasen herantraben, beginnen diese neuen Rekruten mit ihrem täglichen Drill auf einer stillgelegten Landebahn ganz in der Nähe. Zusammen mit Theorie-Lektionen bilden Liegestütze, Sit-ups, Ausdauerlauf und zackiges Marschieren den Kern des „Black Mambas“-Programms. Hier lernen die Neulinge alles, von den geheimen Kommunikationscodes ihrer Einheit bis zur sicheren Festnahme. Einige von ihnen sind noch schüchtern und fühlen sich sichtlich unwohl, gegen Männer das Wort zu erheben oder sich gar tätlich durchzusetzen. Das ist in der traditionellen Gesellschaftsordnung, in der sie fast alle sozialisiert wurden, absolut unüblich. Ihre Ausbilderinnen beunruhigt diese anfängliche Zurückhaltung keineswegs. Nach zwei Monaten hartem Training wird das Selbstbewusstsein der Neuen gewachsen sein, dann spätestens sind sie ready for action. „Es ist völliger Blödsinn, wenn jemand sagt, dies sei keine Aufgabe für Frauen“, bekräftigt Siphiwe Sithole. „Gott hat uns Frauen die gleichen Fähigkeiten geschenkt, unseren Geist und Körper einzusetzen. Wenn wir fleissig trainieren, können wir diesen Job erfüllen.“

Doch auch die Wilderer werden immer geschickter. In Gruppe von zwei oder drei Mann arbeiten sie hauptsächlich in Vollmondnächten und an windigen Tagen, wenn das Rauschen der Gräser und Blätter den Knall der Schüsse tarnt. „Wenn wir einen Knall hören, haben wir zehn Minuten Zeit, um die Wilderer zu finden, bevor sie das Horn abgeschlagen haben und schon wieder in Bewegung sind“, erklärt William Hodgson. Auf ihren Erfolgen ausruhen, dass können die Mambas zu keiner Sekunde. Stattdessen müssen sie ständig besser, noch professioneller werden. Im vergangenen Jahr gewann die Gruppe den Preis „Champions of the Earth“ des Umweltprogramms der Vereinten Nationen für ihren „schnelle und beeindruckende Wirkung“ ihres Einsatzes gegen die Wilderei. Ruhm, der verpflichtet, das spürt auch Siphiwe Sithole. „Jetzt, wo wir einen Berg erklommen haben, sind alle Augen auf uns gerichtet. Die einen sehen in uns Vorbilder, die anderen warten nur darauf, dass wir untergehen.“

Als die ersten Mambas rekrutiert wurden, waren ihre Familien mehr als skeptisch – und besorgt, dass entweder die wilden Tiere oder die Wilderer die Frauen verletzen oder töten könnten. „Als ich mich 2014 der Einheit anschloss, hatte meine Mutter große Angst“, erinnert sich die heute 22-jährige Joy Mathebula. Heute sind ihre Eltern stolz auf die mutige Tochter. Manche der jungen Mütter bringen ihre Kinder mit ins Reservat, wenn sie gerade nicht im Dienst sind, damit diese Tiere in freier Wildbahn erleben können. Für die meisten von ihnen, wie auch für die Jungen und Mädchen, die am Schulprogramm teilnehmen, ist das eine lebensverändernde Erfahrung. Einen echten Löwen sehen oder eine Elefantenfamilie, die aus einem Teich trinkt. „Plötzlich werden die Tiere mehr als nur Fleisch, sondern Teil der Natur“, sagt Lewyn Maefala. Oft bedanken sich die Eltern bei den Black Mambas für diese Möglichkeit, und die Kids erzählen allen von ihrer tollen Erfahrung.

Bei Sonnenuntergang kehren die Rekruten müde und verschwitzt in den Hangar zurück, um sich ein karges Abendessen zuzubereiten. In einigen Wochen, wenn das Training absolviert ist, werden sie die einfachen Holzhütten beziehen, in denen die Black Mambas während ihrer Dienstzeit leben. Indem sie gemeinsam so viel Zeit im Reservat verbringen, knüpfen sie enge Freundschaften, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum erfolgreichen Team. Wohlwollend beobachtet Siphiwe Sithole die Neuzugänge aus etlichen Metern Entfernung. In einigen der Frauen erkennt sie den gleichen Antrieb, der sie selbst vor Jahren dazu brachte, sich den Mambas anzuschließen. „Wir Frauen und Mütter wissen, wie man Dinge schützt und pflegt“, sagt sie stolz. „Wenn ich hier im Reservat bin, dann bin ich mit der Natur schwanger.“ Als die Mädchen zurück zum Gemeinschaftsraum marschieren, verhärtet sich Sitholes Blick plötzlich, ihre Stimme klingt kampfeslustig. „Wir müssen unsere Anstrengungen weiter verstärken. Jedem Wilderer muss klar sein, dass er in einem Reservat, über dass die Black Mambas wachen, nicht die geringste Chance hat!“

Infos: blackmambas.org

Editor’s Note: Wie uns Reporter Matteo Fagotto kürzlich mitteilte, verstarb Siphiwe Sithole 2017 nach kurzer schwerer Krankheit und hinterlässt große Fußstapfen in der Einheit der Black Mambas, die ihre Nachfolgerin wird füllen müssen. Einen bewegenden Nachruf ihrer Kollegen findet ihr hier.

Übersetzung: Siems Luckwaldt

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