Dankbarkeit lernen: Das kleine Buch vom achtsamen Leben

Wie können wir Achtsamkeit, Dankbarkeit und sogar Empathie zu festen Bestandteilen unseres alltäglichen Lebens machen? Dr. Patrizia Collard zeigt in ihrem neuen Buch, wie dies Schritt für Schritt gelingt



Das Leben bewusster wahrnehmen, Stress abbauen und im Alltag mehr Energie finden – davon handelt das „Das kleine Buch vom achtsamen Leben“ von Dr. Patrizia Collard. Die britische Psychotherapeutin arbeitet unter anderem als Beraterin für Stressmanagement und ist Dozentin an der University of East London sowie ausgebildete Achtsamkeitstrainerin.

Mit ihrem neuen Ratgeber trifft Collard genau den Nerv der Zeit – noch nie war die Sehnsucht nach Ruhe und Entspannung größer als heute. Unser Leben wird immer hektischer, die Anforderungen an uns immer höher. So leidet bereits jeder fünfte Arbeitnehmer laut einer Statistik des Jobfit Instituts unter gesundheitlichen Stressfolgen, diese reichen von Schlafstörungen bis zum Herzinfarkt.

Wie kann Achtsamkeit hier unterstützen? Nun, solche Therapien finden Anwendungen bei psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel bei Angststörungen, Stress und Burn-out, aber auch bei chronischen Schmerzen, Krebs und HIV. Achtsamkeit ist zwar kein Wunderheilmittel, hilft uns aber dabei, unsere Work-Life-Balance zu verbessern. Denn sie verändert unseren Blickwinkel auf bereits Bestehendes. Wer im Hier und Jetzt lebt, der wird unbewusst auch dankbarer und emphatischer.

Durch Achtsamkeitsübungen rücken positive Gedanken und Wahrnehmungen in den Mittelpunkt. Und eben diese Übungen können ganz einfach in unseren vollgepackten Alltag integriert werden. Denn sie dauern nicht lange, maximal zehn Minuten und lassen sich sogar im Büro oder in der Mittagspause durchführen, wie zum Beispiel die Dankbarkeitsübung auf den Seiten 78 und 79.

Und so gehts:

1. Suchen Sie sich zum Schreiben und Meditieren ein ruhiges Plätzchen. 2. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um alles zu notieren, wofür Sie dankbar sind (z.B. Freundschaften, Eigenschaften, über die Sie verfügen, Ihren Körper, Ihr Zuhause, schöne Erinnerungen usw.). 3. Anschließend lesen Sie sich Ihre Liste noch einmal durch und ergänzen jeden Punkt um geeignete Dankesworte, z.B. : „Danke für mein nettes Lächeln, danke für meine Lieblingstasse, den letzten Urlaub…“ Versuchen Sie dabei, jedes Dankeschön bestmöglich mit allen fünf Sinnen zu empfinden. 4. Erleben Sie diesen Moment in Achtsamkeit. Wofür sind Sie jetzt gerade dankbar? Wie fühlt sich das an, und wo genau nehmen Sie es wahr? Atmen Sie noch eine Weile sanft weiter und bleiben Sie in der Dankbarkeit.

Diese Achtsamkeitsübung hilft uns dabei – genau wie alle weiteren Übungen – unseren inneren Frieden zu finden, unseren Alltag zu verschönern und gelassen auf alle kommenden Herausforderungen zu reagieren.

Fotos: Heyne; privat

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